Von Gershwin bis Gänsehaut: Blasorchester verspricht einen Abend zwischen Symphonie, Jazz und Rock – am Sonntag, 22. März, im Quadrium

Wernau. Wenn am Sonntagabend, den 22. März 2026, um 18 Uhr der Dirigentenstab im Festsaal der Stadthalle im Quadrium gehoben wird, beginnt für das Publikum mehr als ein Konzert: Es beginnt eine musikalische Reise durch drei Jahrhunderte, drei Kontinente und mindestens drei Genres. Der Musikverein Stadtkapelle Wernau e.V. präsentiert sein Frühjahrskonzert 2026 – und das erstmals mit einem vollständig digitalen Programmheft.
Ein Programm mit Tiefgang
Drei Werke stehen im Mittelpunkt des Abends. Den Auftakt macht Alfred Reeds ‚The Hounds of Spring‘ (1980), eine Ouverte für Blasorchester, die dem Frühling nicht mit sanfter Pastoral begegnet, sondern mit explosiver Rhythmik und ungestuemer Energie. Der Titel entstammt einem Gedicht des englischen Viktorianers Algernon Charles Swinburne – jener Jahreszeit, in der ‚der Frost Angst bekommt vor der Sonne‘. Die Dualität aus wilder Kraft und zartem lyrischen Mittelteil macht das Werk zum idealen Konzertauftakt.

Das musikalische Herzstück des Abends bildet George Gershwins ‚An American in Paris‘ in einem Arrangement von Franco Cesarini. Das 1928 uraufgeführte Werk ist kein klassisches Konzertstück, sondern ein klingendes Tagebuch: Strassenlarm, Pariser Autohupen, ein sehnsuchtsschweres Trompeten-Blues-Solo und am Ende ein mitreissender Swing-Jubel. Dass ein Blasorchester dieses ursprünglich für Sinfonieorchester geschriebene Werk auf die Bühne bringt, ist, wie Dirigent Paul Jacot betont, ‚alles andere als selbstverständlich‘ – und soll eindrucksvoll demonstrieren, welches künstlerische Niveau die Stadtkapelle erreicht hat.
Den Abschluss bildet Jim Steinmans ‚Tanz der Vampire‘, arrangiert von Wolfgang Wössner. Das 1997 in Wien uraufgeführte Kult-Musical vereint gotische Schauerromantik mit bombastischem Arena-Rock. Für das Blasorchester bedeutet das: düstere Sakralklänge, dramatische Crescendi – und am Ende ein Ritt durch die Nacht, bei dem die Musik auch mal bissig sein darf‘.
Tradition trifft Nachwuchs
Neben dem Hauptorchester treten an diesem Abend auch das JugendBlasOrchester und die Piccollos auf – beide ebenfalls unter der Leitung von Städtischem Musikdirektor Paul Jacot. Die Einbindung des Nachwuchses hat in Wernau Tradition: Erster Vorsitzender Karsten Kabitschke betont die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen als unverzichtbar für die Zukunft des Vereins.
Auch Bürgermeisterin Christiane Krieger richtet in einem Grußwort warme Worte ans Publikum: ‚Was Sie zu hören bekommen werden, ist das Ergebnis echter Gemeinschaft.‘ Sie würdigt das ehrenamtliche Engagement der Musikerinnen und Musiker als ‚festen und unverzichtbaren Teil des kulturellen Lebens‘ in Wernau.
Erstmals digitales Programmheft
Eine kleine Premiere feiert das Konzert auch abseits der Bühne: Das Programmheft erscheint in diesem Jahr erstmals vollständig digital und enthält neben Grußworten ausführliche Hintergrundinformationen zu den einzelnen Werken. Das Programmheft kann unter folgendem Link abgerufen werden www.stadtkapelle-wernau.de/digitales-programm
Alle Infos auf einen Blick
| Datum | Sonntag, 22. März 2026 |
| Ort | Stadthalle im Quadrium Wernau |
| Saalöfffnung | 17:30 Uhr |
| Konzertbeginn | 18:00 Uhr |
| Eintritt bis 14 Jahre | Frei |
| Schüler / Studenten | 8 Euro |
| VVK / Abendkasse | 12 Euro / 15 Euro |
Tickets: www.stadtkapelle-wernau.de/tickets sowie in der Stadtbücherei Wernau